Piedro , Mädchen Schnürhalbschuhe, Violett violett Größe 24 Extra Wide

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  • Obermaterial: Leder
  • Innenmaterial: Leder
  • Sohle: Gummi
  • Verschluss: Schnürschuh
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Scheitern ist etwas Tolles? „Von wegen!“, sagst du jetzt bestimmt. Wer Neues wagt, der will damit erfolgreich sein. Aber ich verspreche dir aus eigener Erfahrung: Es kann ziemlich sinnvoll sein, auch mal auf die Fresse zu fliegen. 

Scheitern – darüber reden wir alle nicht so gern. Sollten wir aber. Warum? Verrate ich dir gleich an einem konkreten Beispiel, versprochen!

Vorher will ich dir aber deutlich machen, dass Scheitern nichts Schlimmes ist. Während du auf die Nase fällst, lächelst du natürlich nicht vor Freude, jetzt endlich mal auf die Nase zu fallen. Schon klar.

Im Nachhinein wirst du aber happy sein, falls du richtig mit dem Scheitern umgehst. Scheitern ist eine Chance.

Du hast gerade lauter Fragezeichen im Kopf und fragst dich, ob ich eigentlich noch alle Tassen im Schrank habe? Okay, lass es mich an einem eigenen Beispiel erklären.

Ich bin gescheitert

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  • Vor dreieinhalb Jahren (hui, so lange ist das schon her!?) habe ich mein erstes Unternehmen gegründet. Konkret handelte es sich um ein lokales Onlinemagazin.

    Krass, wie naiv ich an das Projekt herangegangen bin – im Nachhinein betrachtet. Aber gut, ich war jung und brauchte das Geld  Oder so. Das Blöde: Viel Geld ist nicht rausgesprungen.

    Ich greife vorweg: Nach zwei Jahren war Schluss. Das ist aber nicht der einzige Aspekt meines Scheiterns. Mir geht es auch um eine Crowdfunding-Aktion, die ich gestartet habe. Mein Ziel war damals, aus dem Lokalblog ein Print-Magazin zu machen.

    Geklappt hat es nicht. Es kam zu wenig Geld rein und das Crowdfunding ist gescheitert. Fuck!

    Klar, als ich gerade dabei war, auf die Nase zu fliegen – als ich also quasi im Flug war -, da fand ich das wenig prickelnd. Dass meine Crowdfunding-Aktion und später auch mein Lokalblog als Ganzes nicht erfolgreich waren – Mist!

    Aber ich habe etwas daraus gemacht! Ich habe das Scheitern als Chance begriffen. Ich will dir verraten, was ich daraus gemacht habe.

    1. Ich habe das Crowdfunding-Scheitern öffentlich gemacht und evaluiert

    Ich bin mit der Crowdfunding-Aktion gegen die Wand gefahren – aus unterschiedlichen Gründen. Wie ich mich danach gefühlt habe? Scheiße! Aber wie sagt man so schön?

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    06.04.2017

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    Wie der Wind von Windhoek nach Nairobi gelangen, und das mit dem Fahrrad. Dieses Ziel hat sich Carmen Knöpfel vor einiger Zeit gesetzt. Damit hat sie eine Strecke von rund 6000 Kilometern vor sich — kein Problem für eine begeisterte Velofahrerin. Ihre Leidenschaften fürs Fahrrad und für Afrika sind jedoch nicht die einzigen Gründe, weshalb sie sich für die Reise quer durch den Kontinent entschloss.

    Ihren Zielort kennt die 22-jährige Oberstammheimerin nämlich bereits bestens: Den Slum Mowlem in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Dort hat sie bereits drei Monate ihres Lebens verbracht, und zwar als Lehrerin in einer spendenfinanzierten Schule. Diese Zeit ist ihr offenbar gut in Erinnerung geblieben. «Es war eine grossartige Erfahrung, ich habe dabei sehr viel über die Kultur meiner Schüler gelernt», sagt die frischgebackene Absolventin der pädagogischen Hochschule. Im Gegenzug habe sie den neugierigen Kindern auch viel von der Schweiz erzählt und mit ihnen sogar schweizerdeutsche Lieder gesungen.

    Hochgesteckte Ziele

    Auf die Schule sei sie im Internet aufmerksam geworden. «Anschliessend habe ich Kontakt mit der Schulleiterin Alice Muhonja aufgenommen», erinnert sich die Weinländerin. Und Muhonja ist mit ihrer Schule mittlerweile ziemlich am Anschlag. Sie bietet momentan Platz für 78 Kinder und ist damit ausgelastet. Mit der Anzahl Kinder steigen natürlich auch die Unterhaltskosten. Eine grössere Schule wird immer dringender. Die Kosten dafür betragen gemäss Knöpfel rund 30 000 Franken. Dieses Geld will sie nun durch ihre Spendenfahrt zusammenkriegen.

    «Wir fahren nicht mit einem Kässeli in der Gegend umher, das wäre in Afrika keine gute Idee.»

    Carmen Knöpfel, 
    angehende Pädagogin

    Das ist ein hochgestecktes Ziel, wie sie auch selber zugibt. Nach ihrer Rückkehr möchte sie deshalb auf Stiftungen zugehen und sie um finanzielle Unterstützung bitten. Zuerst will sie aber mit der «Afrika-Tour» einen Grundbetrag zusammenbekommen.

    Unterstützt wird sie dabei von drei Kollegen. Ihre Begleiter sind allesamt junge Männer, was die Pädagogin beruhigen dürfte: «So wird man als Frau nicht die ganze Zeit von Leuten angeschaut, die einem aus finanziellen Gründen am liebsten heiraten würden.»

    Die Gemeinsamkeit der Gruppenmitglieder ist ihr Fernweh und ihr Wille, Gutes zu vollbringen. Die Spendengelder sammeln sie allerdings nicht auf der Fahrt ein. «Wir fahren nicht mit einem Kässeli in der Gegend umher, das wäre in Afrika keine gute Idee», sagt Knöpfel lachend. Viel eher soll das Geld übers Internet zusammenkommen. Mittels Webblog hält sie Interessierte über ihre Tour auf dem Laufenden. Am folgenden Wochenende geht es nun endlich los.

    Keine Angst

    Dass die Gruppe auf ihrer Reise von wilden Tieren gestört werden könnte, bereitet Knöpfel keine Sorge. «Der Verkehr macht mir da wesentlich nachdenklicher, in dieser Beziehung sind Afrikaner nicht sonderlich rücksichtsvoll.»

    Angst hatte Knöpfel auch während ihres ersten Nairobi-Aufenthalts nicht. Dabei braucht es durchaus Überwindung, sich als Europäerin in einen afrikanischen Slum zu begeben. Probleme habe es aber nie gegeben. «Ich habe mich auch an die nötigen Vorsichtsmassnahmen gehalten. Ich bin zum Beispiel nach Sonnenuntergang nie alleine durch die Strassen spaziert», betont sie.

    «Im Vergleich mit Schweizer Schülern sind die kenianischen Strassenkinder wesentlich lernfreudiger»Carmen Knöpfel

    Diskriminierung hat sie während ihres Aufenthalts keine erfahren: «Die Leute im Slum sind ja auch nicht grundsätzlich rassistisch. Die Meisten haben einfach noch nie einen weissen Menschen gesehen.» So habe sie auch schon erlebt, dass ein eingeschüchtertes Kind bei einer Begegnung auf der Strasse vor lauter Angst laut zu schreien begann.

    Grosse Bildungslücken

    Einschüchternd ist aber auch die hohe Kriminalitätsrate in den Slums. Die kann Knöpfel bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen: «Wenn man keine Perspektiven hat, sinkt die Hemmschwelle und man begeht eher Verbrechen.» Deshalb will sie den kenianischen Kindern schon früh eine Perspektive bieten. Ihre bisherigen Erfahrungen dürften sie zuversichtlich stimmen: «Im Vergleich mit Schweizer Schülern sind die kenianischen Strassenkinder wesentlich lernfreudiger», sagt sie schmunzelnd. Auf die Eltern treffe dies allerdings nicht zu: «Erwachsene Afrikaner erkennen oft die Wichtigkeit der Bildung nicht, weil sie selbst keine erfahren durften.»

    Deshalb setzt Knöpfel jetzt auch genau dort an. Sie erklärt dazu: «Als Pädagogin wollte ich etwas mit Bildung machen.» Bildung sei auch eine Grundvoraussetzung, damit den Leuten ihre übrigen Probleme überhaupt bewusst werden: «Viele Einheimische wissen zum Beispiel nicht, dass Wasser gut für die Hygiene ist.» Dem versucht Knöpfel nun mit ihrer Velotour entgegenzuwirken.

    Webblog und Spendemöglichkeit: cycleforsafishaafrica.wordpress.com  (Der Landbote)

    Erstellt: 06.04.2017, 13:58 Uhr

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